Gruß vom Krampus – Ansichten und Einsichten in zwei Ausstellungen

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Die Perchten und Kinder-Perchten der Pass Tannberg waren bei der Eröffnung der Ausstellung zu Besuch.

(PKra) | Salzburg | Flachgau | Neumarkt am Wallersee | Bayern  | Rupertiwinkel | Tittmoning | 18. November 2018 | „Krampus. Percht und Nikolaus“ – ein Film von Gabriele Neudecker und zwei Ausstellungen im Salzburger Neumarkt am Wallersee und im bayerischen Tittmoning verfolgen diesen Brauch zurück an seine Wurzeln. Am 16. November 2018 wurde die erste der beiden grenzüberschreitenden Ausstellungen im Museum Fronfeste in Neumarkt am Wallersee eröffnet. Alle Bilder zur Ausstellungseröffnung auf meiner Bilderplattform

Gesichtslosigkeit wird zur Geschichtslosigkeit

Mit diesem Satz leitete der Salzburger Landtagsabgeordnete Hofrat Dr. Josef Schöchl seine Worte zur Eröffnung der Ausstellung ein. Von Beruf Tierarzt diagnostizierte er den Krampus als Mischwesen zwischen Mensch und Tier, das ein Fell, einen Schweif, ein Gehörn hat und Gebrüll entwickelt. Er zeigte sich von der Ausstellung im Museum Fronfeste sehr angetan und „monierte“ einzig das Fehlen einer Vitrine über „Krampus-Krankheiten“.  Hier erwähnte er die aktuell grassierende „Rinderkrankheit Rausch-Brand“, an der die Mitglieder von Passen besonders am auf Perchtenläufen folgenden Tag litten.

Neumarkt ist die einzige Weyringer-Stadt der Welt

Aus einem anderen Blickwinkel sah der Bürgermeister der jungen Flachgauer Stadt DI Adi Rieger das Museum und seine Tätigkeit. Es sei nicht nur ein Regional- sondern auch Schwerpunktthemenmuseum, das vor allem Schulklassen begeistert. Er zollte der Museumsleiterin Ingrid Weydemann MAS Anerkennung für das, was ihr Team und sie mit den bescheidenen Mitteln „auf die Beine stellt“. Da auch der bekannte Neumarkter Künstler Johann Weyringer Bilder im Rahmen der Ausstellung präsentiert, merkte Rieger an, dass Neumarkt am Wallersee die einzige Weyringer-Stadt der Welt sei. Doch, so teilte die an der Ausstellung in beratender Weise beteiligte „Muse“ des Künstlers, Dr. Anna-Maria Eder, mit, der Künstler ließe sich entschuldigen, denn er weile auf neue Inspirationen hoffend in Wüstengegenden (nicht in wüsten Gegenden! Wohlgemerkt!). Johann Weyringer hat auch das grenzüberschreitende Logo der Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Seit 15 Jahren gleich hohe Mittel der Gemeinde

von links: Landtagsabgeordneter Hofrat Dr. Josef Schöchl, Ingrid Weydemann MAS (Leiterin Musuem Fronfeste), Bürgermeister DI Adi Rieger, Dr. Ulrich Sinnißbichler (Obmann Museumsverein Fronfeste), im Hintergrund Manuela Bacher, Geschäftsführung Salzburger Seenland Tourismus und MMag. Eveline Bimminger, Regionalbetreuung Flachgau, Projektleitung Bauernherbst Salzburg Land Tourismus

von links: Landtagsabgeordneter Hofrat Dr. Josef Schöchl, Ingrid Weydemann MAS (Leiterin Musuem Fronfeste), Bürgermeister DI Adi Rieger, Dr. Ulrich Sinnißbichler (Obmann Museumsverein Fronfeste), im Hintergrund Manuela Bacher, Geschäftsführung Salzburger Seenland Tourismus und MMag. Eveline Bimminger, Regionalbetreuung Flachgau, Projektleitung Bauernherbst Salzburg Land Tourismus; Obmann des Museumsvereins Fronfest, Dr. Ulrich Sinnißbichler,  bedankte sich bei allen Beteiligten, die diese Ausstellung ermöglicht hatten und merkte dabei an, dass das Museum seit 15 Jahren mit gleichbleibenden finanziellen Mitteln immer wieder beachtenswerte Ausstellungen organsiert. So sei auch das Museum Fronfeste erst jüngst zum besten Museum Österreichs gekürt worden.  Es trage überdies zur Belebung des Ortskerns bei und brächte zahlreiche Schulklassen nach Neumarkt am Wallersee.

„Hirnen wir uns“

… meinte Ingrid Weydemann MAS, die Leiterin des Museums, über die Entstehung dieser Ausstellung. Sie sprudelte unaufschreibbar die Unterstützer, Leihgeber und Helfer dieser Ausstellung hervor. Besonderen Dank sprach sie Mag. Johann Baumgartner aus Salzburg aus, der seit mehr als 40 Jahren Perchten- und Krampusmasken sammelt und davon einen Teil für die Ausstellung zur Verfügung stellte und mit Gattin und Tochter anwesend war. Auch die Tannberger Perchten hätten ohne große Umstände sich mehrere Abende für die Gestaltung der Ausstellung zur Verfügung gestellt.

Partnermuseum Gerbereimuseum in Tittmoning bringt ergänzende Ausstellung

Hüben und drüben, im ehemaligen salzburgischen Rupertiwinkel, heute Bayern, in der Altsalzburger Stadt Tittoming, wird ab 30. November 2018 ebenfalls eine Ausstellung zum Thema „Gruß vom Krampus“ zu sehen sein.

„Sog‘ zu dein Kramperl glei, bin no so kloa, er derf mi fei net an Sack‘ eine Doa!“

Dieses Kinderlied aus dem Rupertiwinkler Volksgut drückt bereits aus, was die Ausstellung in Tittmoning zeigen wird. Bei der Eröffnung der Ausstellung am 30. November 2018 um 18 Uhr im Gerbereimuseum in der Burg Tittmoning wird der 1. Bürgermeister der Stadt, Konrad Schupfner, die Ausstellung eröffnen, bei der Steffi Schönlinner mit Kramperlgeschichten, musikalischer Umrahmung, Lebkuchen, Punsch und „Kramperlgsöff“ für adventliche Stimmung sorgen wird.

Nach Neumarkt am Wallersee hatte es zur Eröffnung der Ausstellung den 2. Bürgermeister von Tittmoning, Andreas Bratzdrum, und die Tittmoninger Museumsleiterin Walttraud Jetz-Deser, Dipl. Relpäd./FH  gezogen.

links Gabriele Neudecker, Regisseurin des Filmes „Gruß vom Krampus“ mit Ingrid Weydemann MAS (Leiterin Museum Fronfeste)

Film „Gruß vom Krampuss“

Die Köstendorfer Regisseurin Gabriele Neudecker zeigte sowohl nach der Eröffnung in Neumarkt als auch dann in Tittmoning ihren mehrfach preisgekrönten Dokumentarfilm „Gruß vom Krampus“.

Ausstellung Museum Fronfeste
November 2018 bis 2. Februar 2019: Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

Ausstellung Burg Tittmoning
30. November 2018 bis 2. Februar 2019: jeweils Sonntag von 14 bis 17 Uhr
2. und 8. Dezember 2018: 15 bis 21 Uhr,
9. Dezember 2018: 13 bis 19 Uhr;

Für das leibliche Wohl sorgte Klaus Lindinger (2. von links) mit seinem „Rebklaus“-Team aus Mattsee.

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