Segnung des Kunstwerks „der Gegeißelte“ von Johann Weyringer und Frühschoppen

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Links im Christusschrein der Altar der Festmesse, auf der Säule rechts oben „der Gegeißelte“, im Hintergrund das Atelier Weyringer.

Salzburg │ Flachgau │ Neumarkt am Wallersee │ 18. Mai 2022 │ Am Sonntag, den 15. Mai 2022, segnete der Salzburger Erzbischof Dr. Franz Lackner die vierte Säule mit dem „Gegeißelten“ im Skulpturengarten des Neumarkter Künstlers Arch. Mag. Johann Weyringer. Anschließend an die Festmesse fand ein Frühschoppen mit der Trachtenmusikkapelle Neumarkt am Wallersee statt. Alle Bilder der Veranstaltung unter diesem Link.

Viel Prominenz traf sich in der „Via Sacra“

Erzbischof Dr. Franz Lackner zelebrierte um 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein die Festmesse im „Christusschrein“ aus Osttiroler Chlorit Schiefer Dorfer Grün. Der Erzbischof feierte die heilige Messe zusammen mit Stadtpfarrer Dr. Gottfried Laireiter, Militärsuperior und Pfarrprovisor Richard Weyringer, dem Priester Simon Weyringer und Diakon Andreas Weyringer.

Von links: Pfarrprovisor und Militärsuperior Richard Weyringer, dahinter der Salzburger Erzbischof Dr. Franz Lackner, dann Stadtpfarrer Dr. Gottfried Laireiter und Priester Simon Weyringer.

Im Verlauf der Festmesse segnete Erzbischof Lackner die vierte Säule, die „den Gegeißelten“, eine Plastik von Johann Weyringer, trägt.  Die letzte noch freie Säule an der „Via Sacra“ im Skulpturengarten soll eine Darstellung der Apokalypse – Jerusalem im Himmel – krönen, die derzeit im Kopf des Künstlers entsteht. Bei diesen Säulen aus Granit handelt es sich um ehemalige Papierwalzen aus der Papierfabrik UPM Steyrermühl (in Laakirchen, OÖ.). Jede ist etwa sechs Meter hoch und wiegt 25 Tonnen.

Von links: Bürgermeister DI Adi Rieger, Vizebürgermeister Herbert Schwaighofer, Susanne Kammerhofer, Pastoralassistentin Mag. Manuela Ebner, Altbürgermeister Ing. Hans-Georg Enzinger und Bundesrat und Vizebürgermeister David Egger.
DI Ernst Spitzbart, Geschäftsführer i. R. UPM-Austria (Papiererzeugung in Laakirchen, OÖ.), Dr. phil. Anna-Maria Eder mit Frau Spitzbart.

Unter den Festgästen sah der Stadtschrei(b)er
➡️  Bürgermeister DI Adi Rieger (Neumarkt am Wallersee),
➡️  Bundesrat und Vizebürgermeister von Neumarkt Davíd Egger
➡️ Konrad Schupfner, Altbürgermeister von Tittmoning und ehemaliger Präsident von EuRegio,
➡️ Prof. Helmut Mödlhammer, Altbürgermeister von Hallwang und ehemaliger Präsident des Salzburger Gemeindeverbandes,
➡️ Ludwig Bieringer, Altbürgermeister von Wals-Siezenheim und ehemaliger Bundessrat,
➡️ DI Ernst Spitzbart, Geschäftsführer i. R. UPM-Austria (Papiererzeugung in Laakirchen, OÖ.), 
➡️ Erika Scherer, Schriftstellerin und Verlegerin,
➡️ Dieter Schwanter vulgo Dietlinde bekannt aus der TV-Serie „Narrisch guat“
und andere.

Arch. Mag. Johann Weyringer freut sich über eine Beschreibung seiner Person. Links hinten Konrad Schupfner, Altbürgermeister von Tittmoning und ehemaliger Präsident von EuRegio.
Die Trachtenmusikkapelle Neumarkt unter der Leitung von Bezirkskapellmeister Robert Eppenschwandtner, MBA,.

Ansprachen, Volkstänze, Künstler-Café und Bauernkrapfen

Erzbischof Franz Lackner erinnerte in seiner Predigt, dass vor zwei Jahren, bei der Segnung der Dreifaltigkeitssäule, sich noch Helli († 28. November 2021) und Sepp († 19. Dezember 2021) Forcher unter den Festgästen befanden. Das Ehepaar Forcher zählte zu den engsten Freunden von Johann Weyringer.

Die Segnung von Säule und Kunstwerk.

Bürgermeister Adi Rieger ging auf Nacktheit des „Gegeißelten“ ein, die im Vorfeld seiner Entstehung für Diskussionen gesorgt hatte. Seit der Antike gäbe es die Nacktheit in der Kunst, auch noch der Renaissance-Maler Michelangelo (* 1475; † 1564) malte in der Sixtinischen Kapelle zahlreiche Figuren nackt, führte Rieger aus. Doch auch schon dieser Künstler bekam Probleme mit seinen nackten Darstellungen und musste sie „anziehen“.  Aber Hans Weyringer hatte ja nicht irgendeine Person mit dem Gegeißelten dargestellt, sondern Jesus. Und sicherlich wollte Weyringer nicht die Nacktheit Jesus darstellen, sondern dessen Leiden, dessen Geißelung, was ihm auch gelungen ist.

Richard Weyringer, ein Bruder des Künstlers, schilderte, wie die Familie sich mit den Kritikpunkten auseinandergesetzt hatte und Hans zur Beruhigung seine Plastik etwas umarbeitete. Aber nackt ist er geblieben, der Gegeißelte.

Johann Weyringer schließlich bedankte sich für das Kommen, freute sich über das herrliche Wetter und äußerte sich zufrieden über sein Schaffen und seine Familie, im Besonderen über seine sechs Kinder – alle unehelich, wie der Künstler in Gegenwart des Salzburger Erzbischofs betonte.

Nach Ende der Messe zeigten die Kindertanz- und die Jugendtanzgruppe des Neumarkter Heimatvereins „Edelweiß“ unter der Leitung von Hilda Hurer einige Volkstänze, beginnend mit der Ennstaler Polka, endend mit einem echten Schuhplattler, extra für diesen Tag einstudiert.

Die Kindertanzgruppe des Heimatvereins „Edelweiß“.

Dann gab die Theatergruppe Neumarkt noch Einblicke in ihr „Künstler-Café Neumarkt“. Der Kellner, gespielt von Rupert Lenzenweger, verdrehte gekonnt die Bestellungen einige Damen, die „Mama mia“ singend ins Café gekommen waren. Leitungswasser und Mineralwasser seien dasselbe in diesem Café, warum, das wusste der Kellner auch nicht, er sei hier ja nur der Kellner. Das bestellte alkoholfreie Bier sei schon abgelaufen – warum? Weil es noch niemand bis heute bestellt hat…

Der Kellner (Rupert Lenzenweger) erklärt bildlich, wie er eine Bestellung verstanden hat.

Während sich ein Teil der Besucher im Künstler-Café amüsierten waren andere bereits mit dem Mittagessen und angeregten Gesprächen beschäftigt. Für das leibliche Wohl sorgten die Mitglieder der Oldtimerfreunde Neumarkt. So gab es unter anderem frisch herausgebackene Bauernkrapfen und zwei Kühlschränke voller Kuchen und Torten. Musikalisch wurden die Festmesse und der Frühschoppen von der Trachtenmusikkapelle Neumarkt unter der Leitung von Bezirkskapellmeister Robert Eppenschwandtner, MBA, gestaltet. Die letzten Gäste verließen erst gegen 17 Uhr das Festgelände, wie der Stadtschrei(b)er auf der Rückkehr von seiner  nachmittäglichen Fahrradtour feststellen konnte.

Frauen der Oldtimerfreunde bereiten frische Bauernkrapfen zu.

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