„Der Gegeißelte“, die vierte Plastik auf den Granitsäulen von Hans Weyringer

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„Der Gegeißelte“ von Johann Weyringer auf der vierte Granitsäule im Skulpturengarten in Neumarkt am Wallersee.

Salzburg | Flachgau | Neumarkt am Wallersee | 29. März 2022 | Nach der Plastik des Erzengels Michael, der Maria und der Dreifaltigkeit steht seit März dieses Jahres nun als vierte Plastik „der Gegeißelte“ auf einer Granitsäule im Skulpturengarten des Neumarkter Künstlers Johann Weyringer.

Das „Turiner Grabtuch“ diente als Grundlage

Das „Turiner Leichentuch“

Ein 4,36 Meter langes und 1,10 Meter breites Leinentuch, das ein Ganzkörper-Bildnis der Vorder- und Rückseite eines Menschen zeigt und als „Turiner Grabtuch“ bekannt ist, nahm sich Hans Weyringer als Grundlage für seine künstlerischen Überlegungen. Die Idee zu einem „Gegeißelte“ war Weyringer bereit 2013 gekommen. Wie schon mehrmals in seinem künstlerischen Leben kam ihm auch diese Idee während einer Reise in Italien. Diesmal war es in Rom, wo er die ersten Skizzen anfertigte. Dann reifte die Idee für einige Jahre.

Von einem Holz- über ein Wachsmodell zur Bronzeplastik

Bei einem Besuch im Atelier im März 2021 war der Künstler gerade dabei von einer ersten Holzskulptur des „Gegeißelten“ ein Wachsmodell im Maßstab 1:1 zu modellieren. Nach monatelanger Modellierarbeit wurde das Wachsmodell in eine Kunstgießerei bei Altötting in Bayern gebracht.  Diese Kunstgießerei hat schon bisher zahlreiche Kunstobjekte für Weyringer gegossen. Auch diesmal war der Künstler wieder dabei, als „der Gegeißelte“ in dieser Kunstgießerei im Wachsschmelzverfahren in Bronze gegossen wurde.

Skizzen, Entwürfe, ein erstes Holzmodell, das bereits die Einschläge der Geißel zeigt.

Im März 2022 fand dann die Plastik auf einer acht Meter hohen Granitsäule im Skulpturengarten des Künstlers in Neumarkt am Wallersee ihren endgültigen Standort. Diese Granitsäule war eine Granitwalze, die zur Papiererzeugung in der 1858 gegründeten Papierfabrik Steyrermühl diente. Heute heißt dieses Unternehmen UPM Steyrermühl, das rund 60 Kilometer von Linz und 70 Kilometer von Salzburg entfernt ist.  

Am 15. Mai 2022 soll „der Gegeißelte“ nach einer Feldmesse mit Erzbischof Dr. Franz Lackner und Stadtpfarrer Dr. Gottfried Laireiter ein Frühschoppen mit der Neumarkter Trachtenmusikkapelle, der Werkskapelle Steyrermühl und des Heimatvereins Edelweiß stattfinden.

Weitere Bilder siehe hier in der Bildergalerie des Stadtschrei(b)ers.

Johann Weyringer im März 2021 bei Modellarbeit am Wachsmodell des „Gegeißelten“
Johann Weyringer zeigt, wie maßstabsgetreu er die Einschläge einer Geißel auf dem Körper des „Gegeißelten“ darstellt.
Blick in den Skulpturengarten von links im Hintergrund: Mariensäule, Dreifaltigkeitssäule, „der Gegeißelte“ und der Christusschrein.

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