Großbrand Greischbergerhof in Pfongau, Neumarkt am Wallersee

Gepostet am Aktualisiert am

Brandruine Greischbergerhof Pfongau
Blick auf die Brandruine des Wirtschaftsgebäudes des Greischbergerhofes Pfongau am Sonntagvormittag.

Neumarkt am Wallersee | Pfongau | 13. Oktober 2019 | (pKra) Gegen Mitternacht 12./13. Oktober 2019 brach am Greischbergerhof in Pfongau in der Flachgauer Stadt Neumarkt am Wallersee ein Großbrand aus. Das Wirtschaftsgebäude brannte völlig aus, der Dachstuhl des angrenzenden Bauerhauses ebenso.

148 Feuerwehrleute standen im Einsatz

148 Feuerwehrleute mit 19 Fahrzeugen der Freiwilligen Feuerwehren Straßwalchen mit dem Löschzug Steindorf, der Feuerwehr Köstendorf mit den Löschzügen Tannham und Tödtleinsdorf sowie der Feuerwehr Eugendorf mit dem Einsatzleitfahrzeug standen seit Mitternacht im Einsatz. Mit insgesamt vier Saugstellen aus dem Pfongaubach und mit Einsatz der Drehleiter der Freiwillige Feuerwehr Straßwalchen (Hauptwache) konnte der Brand um 00:44 Uhr, also nur etwas mehr als einer Stunde nach Alarmierung, zunächst unter Kontrolle und in weiterer Folge abgelöscht werden.  Um 03:30 Uhr war der Brand gelöscht.

Es wurden keine Personen verletzt, die elf Schweine, die sich im Stall befanden, konnten rechtzeitig ins Freie gebracht werden.

Noch am Sonntagvormittag waren Einsatzkräfte mit Nachlöschungen beschäftigt. Auch gab es noch merkbare Rauchentwicklung. Der schwerst beschädigte Dachstuhl wurde noch in der Früh am Sonntag abgerissen, um eine Gefährdung durch einen möglichen Einsturz ausschließen zu können.

Einsatzleiter war Ortsfeuerwehrkommandant Herbert Maderegger. Mehr als zwölf Stunden nach Ausbruch des Brands waren Maderegger und seine Kameraden noch immer an Ort und Stelle. Sie mussten Nachlöscharbeiten durchführen. Denn im Heu loderten noch immer Glutnester. „Brand aus“ hieß es erst im Laufe des Nachmittags.

Brandsachverständige Walter Kittl ermittelt

Sonntagfrüh begann der Brandsachverständige Walter Kittl im Auftrag der Staatsanwaltschaft nach Spuren, die auf die Ursache hindeuten könnten, zu suchen. Montag wurde der Schaden an dem betroffenen Gebäude auf rund eine halbe Million Euro geschätzt.

Dass im Stall ein Feuer ausgebrochen ist, kann sich Altbauer Toni Greischberger senior nicht erklären.  Er kenne seinen Hof und meint, das Heu sei es nicht gewesen, der Strom auch nicht. Der Heukran war ebenfalls seit gut zwei Wochen nicht mehr in Gebrauch gewesen. Das schwer beschädigte Bauernhaus muss nun abgerissen werden.

Ein Brandmittelspürhund schlug Montagvormittag nicht an. Das bedeutet, dass es keine Spuren von Brandbeschleunigern gibt. Drei weitere mögliche Ursachen werden nun noch genau untersucht: Die der Selbstentzündung des Heus. Dazu werden jetzt Heuproben eingeschickt und auf thermophile Bakterien untersucht. Ein elektrischer Defekt beim Stromverteiler für den Heukran könnte die Ursache gewesen sein und auch Brandlegung kann nicht ausgeschlossen werden. Denn zum Zeitpunkt des Brandausbruchs befand sich eine Hochzeitsgesellschaft im Restaurant und es könnte eine unbeabsichtigte Brandauslösung gegeben haben.

Weitere Bilder von Sonntagvormittag siehe diesen Bilderlink. Siehe auch Salzburger Nachrichten (13. Oktober 2019).

Ermittlungen der Brandursache wurden aufgenommen.
Blick auf den abgebrannten Dachstuhl des Bauernhauses.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.