„Man hat ihnen etwas zugetraut“: Jugendliche gestalten Ausstellung über 100 Jahre Stadtgeschichte

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Die Ausstellungs-„Macher“ der HAS 2A aus Neumarkt am Wallersee.

Salzburg | Flachgau | Neumarkt am Wallersee | Am 21. September 2018 wurde im Museum Fronfeste die Ausstellung „Land Stadt Neumarkt a. W.“ eröffnet. Jugendliche der Klasse 2A der Handelsschule Neumarkt am Wallersee stellten eine Ausstellung zu den Veränderungen des Ortszentrums von 1918 bis in die Gegenwart zusammen.  siehe diesen LinkAlle Bilder von der Ausstellungseröffnung .

Erfahrungen in Team-Arbeit gesammelt

Julia Buck, Lidija Dodig, Gülben Doğruyol, Gülşen Doğruyol, Sebastian Dornetshumer, Carina Huber, Christoph Fuchshofer, Jelena Kovandžić, Tobias Kriechhammer, Ikbal Ozan, Emina Rizcić, Hülya Turan, Gergö Varga, Marco Wegscheider und Simone Wintersteller konnten bei diesem Projekt gemeinsame Team-Erfahrungen machen.

Beispiele der Projektarbeiten

In Arbeitsgruppen setzten sie sich mit der Geschichte und Entwicklung der Veränderungen des Ortszentrums von Neumarkt am Wallersee auseinander. Sie erstellten Modelle, Collagen, schrieben Statements in Gedicht- und Erzählform, drehten ein Video zum Thema Alltagsleben in vergangenen Tagen und in der Gegenwart einschließlich der Zuwanderung von Menschen. Dabei hatte jeder Jugendliche so seinen eigenen Zugang zur Sache oder Blickwinkel auf ein Objekt.

Beispielsweise setzte sich Jelena Kovandžić mit dem Museum Fronfeste sprachlich und bildlich auseinander, Christoph Fuchshofer schilderte aus seiner Sicht in Gedichtform die letzten Pächter des Karlwirts, Jelena Kovandžić beschreibt Erlebnisse rund um die HAK-HAS-HLW und Tobias Kriechhammer hat sich Gedanken in Wort und Bild über den Stadtbrunnen gemacht. Eine Collage zeigt die Hauptstraße mit Erläuterungen unter den Gesichtspunkten „Einst – heute – morgen“.

„Man hat ihnen etwas zugetraut“

OStR. Magª Ingrid Wichtl, Direktorin der HAK/HAS Neumarkt stellte sich vor Projektbeginn die Frage, warum sollten Schüler so eine Ausstellung gestalten? Ihr Ansatz war dann, dass die beteiligten Jugendlichen Spaß, Interesse und Erfolg erleben sollten. Wie sie das realisierte? Sie traute ihren Jugendlichen etwas zu! Nicht jeder muss ein Genie, ein Künstler oder Phantast sein um sich mit einem Thema auseinandersetzen zu können. Der Team-Geist formte das Ergebnis zu dem jeder seine ganz persönlichen Begabungen einbringen konnte.

„Zettelwirtschaft“ für die Team-Arbeit.

„Wie wichtig eure Arbeit ist!“

Das erläuterte Magª Eva Kolm von KulturKontakt Austria (ein in Wien beheimatetes, europäisches Kompetenz- und Ressourcenzentrum mit den Kernbereichen Kulturvermittlung mit Schulen in Österreich). Sie unterstrich ihre Aussage mit der Ankündigung, dass im erst November 2018 eröffneten „Haus der Geschichte Österreich“ in Wien im Dezember 2018 eine Sonderschau zu sehen sein. Dabei wird je ein Ausstellungsobjekt von jenen 30 Schulen aus ganz Österreich gezeigt werden, die am Projekt „Schulkulturbudget für Bundesschulen“ teilgenommen haben.

Von links: Magª Belinda SIMON (Museum Fronfeste), Bürgermeister DI Adi Rieger, Museumsleiterin Ingrid Weydemann MAS , Magª Eva Kolm von KulturKontakt Austria und OStR. Magª Ingrid Wichtl, Direktorin der HAK/HAS Neumarkt

Viele unterstützende Hände

Betreut wurde das Projekt der HAS Neumarkt von Prof. Magª Elisabeth FRITZ und architektur technik + Schule (das Salzburger Modell prozessorientierter Architektur- und Technikvermittlung, gegründet 1997, seit 2004 als ehrenamtlicher Verein).  Im Museum Fronfeste wurde es dann von Magª Belinda SIMON umgesetzt. Dazu stellte Museumsleiterin Ingrid Weydemann MAS fest, dass das Museum Fronfeste „kein normales Museum“ ist, sondern ein Museum, das Geschichte in lebendiger und zeitgemäßer Form vermitteln will. Diese Kombination, „kein normales Museum“ und eine Schuldirektorin, die ihren Schülern „etwas zutraut“, findet Bürgermeister DI Adi Rieger besonders wichtig in seiner Stadt.  Dass sich Jugendliche mit der Ortsgestaltung auseinandersetzen findet BM Rieger ebenso nennenswert wie die Kooperation zweier Institutionen – Museum und Schule. Er drückte abschließend seinen Wunsch aus, es möge noch weitere derartige erfolgreiche Schulprojekte geben.

Die Ausstellung im Museum Fronfeste ist noch bis zum 26. Oktober 2018 zu den üblichen Öffnungszeiten des Museums zu besichtigen.

Schülerinnen präsentieren ihre Ausstellung.
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