Mit viel Wau-Miau: 20 Jahre Schnauzerl-Hotel in Neumarkt am Wallersee

Gepostet am Aktualisiert am

Ann Linda und Rüdiger Pieper bei ihren „Hotel-Gästen“.

Salzburg | Flachgau | Neumarkt am Wallersee | 1. September 2018 | Mit einem vielkehligen „Wau, Wau“ wurde der Stadtschrei(b)er beim „Schnauzerl-Hotel für Hunde und Katzen“ im Gewerbegebiet von Pfongau empfangen. Heute vor 20 Jahren, am 1. September 1998, hatte Linda Ann Pieper die damals neu erbaute Tierpension eröffnet.

Alles fing mit dem eigenen Hund an

Die beiden „Schnauzerl-Hotel“-Hoteliers, Linda Ann und Rüdiger Pieper.

Schon von Kind auf wollte Linda Pieper einen Hund, aber ihre Eltern waren beide berufstätig und gegen ein Haustier. Als sie dann auf eigenen Beinen stand wollte sie einen ganz kleinen Hund, den sie auch nicht abrichten müsste. Ja und so etwas versprachen ihr die Verkäufer eines niedlichen fünf Wochen alten Welpen-Mischlings, „der wird nicht groß werden“ sagten sie. Doch er wuchs und wuchs und wurde so groß, dass Linda Pieper nun doch zum Abrichte-Kurs mit ihm gehen musste. Das war vor über 20 Jahren und der Beginn ihrer Liebe zu den Tieren. Übrigens, die „Mischung“ bestand aus einem „wilden Gemisch aus Schäferhund, Boxer und was-weiß-ich-noch“ (Zitat Linda Pieper). Aber mit ihrem Dino gewann sie noch etliche Pokale bei Hundewettbewerben.

Wie es zum Schnauzerl-Hotel kam

Besucher werden freudig begrüßt.

1996 wollte Linda Piper einmal ohne Hund Urlaub machen. Wer aber sollte auf ihren Hund aufpassen? Im Verwandten- und Bekanntenkreis sah sich niemand in der Lage Dino zu bändigen (nicht mit Dino ging man spazieren, sondern Dino ging mit jemanden spazieren). Also gab sie eine Kleinanzeige auf „wer passt auf meinen Hund auf Gegenseitigkeit im Urlaub auf?“ Es meldeten sich auf Anhieb eine Reihe von Hundebesitzern und so kam Linda Pieper die Idee zu einem Schnauzerl-Hotel.

Spatenstich zu diesem „Tierhotel“ in Neumarkt-Pfongau war dann im Frühjahr 1998 und bereits am 1. September 1998 konnten 15 Hunde und Linda Pieper darin einziehen. Ihre Hunde waren vom nigelnagelneuen Haus begeistert, ganz besonders vom wunderbar verlegten festen Plastikboden. Entweder fanden die Hunde das Design nicht chic genug oder es war einfach nur ihr Spieltrieb – jedenfalls „entfernten“ sie diesen Plastikboden innerhalb weniger Monate. Linda Pieper blieb also nichts anderes übrig als einen neuen Boden verlegen zu lassen, diesmal aber einen Steinboden.

Eine Nacht im Rudel

Bevor Linda Pieper in Neumarkt ins neue Tierhotel mit ihren Lieblingen einziehen konnte, übernahm sie bereits mehrere Hunde für die Urlaubszeit ihrer Besitzer. Sie wohnte damals in Lamprechtshausen, wo der Platz für mehrere Hunde aber zu klein war. Also zog sie für eine Woche mit 17 Hunden in einen angemieteten Raum einer leerstehenden Fabrik. Das war auch für Linda Pieper ein besonderes Erlebnis: eine Woche mit 17 Hunden in einem Raum wohnen, in dem sie auch mit ihren Hunden schlief. Nicht einmal, so erzählte sie, wachte sie am Morgen umgeben von drei, vier Hunden in ihrem Bett auf.

6 700 Tiere bisher betreut

Blick in die Ausläufe der einzelnen Rudeln.

Seit damals hat sie nachgezählte 6 700 Hunde und Katzen abgerichtet und oder betreut. Heute betreut sie zusammen mit ihrem Mann Rüdiger Pieper das „Schnauzerl-Hotel“ als gewerbliche Tierpension. Es war übrigens die erste Tierpension und die erste vergebene Gewerbeberechtigung in dieser Art im Bundesland Salzburg, was Linda Pieper jede Menge an Behördenwege und Auflagen einbrachte. Heute können die beiden maximal 31 Hunden im Innenbereich des Hotels aufnehmen, dazu kommen noch ein paar eigene Hunde, die sich innerhalb des großen eingezäunten Grundstücks frei bewegen können.

Ja, und Katzen werden auch auf Urlaub ins Schnauzerl-Hotel geschickt, haben Katzen doch auch ein Schnäuzchen. Beim Besuch des Stadtschrei(b)ers wartete gerade eine prachtvolle Riesenkatze auf ihre Abholung aus ihrem Urlaub. Bis ihr „Angestellter“ erschien – Katzen haben ja bekanntlich kein Frauchen oder Herrchen sondern Angestellte – unterhielt sie uns mit lautem Miauen und Schnurren. Im Garten traf der Stadtschrei(b)er dann noch auf einen „Langzeit-Hotelgast“, eine weitere Katze.

Der „Stein der Weisen“ im Garten des Schnauzerl-Hotels.

Der Stein der Weisen

Es gäbe jetzt noch einige zu erzählen, über die Rudelhaltung, die Kranken- und Quarantäne-Station oder die Spielgeräte im Freien, für Kinder gemacht, aber hier von Hunden benutzt. Trotzdem vielleicht noch eine Sache. Der Stadtschrei(b)er ist immer schon auf der Suche nach dem „Stein der Weisen“ gewesen. Im Garten des Schnauzerl-Hotels fand er nun tatsächlich einen solchen, ein Geschenk von Rüdiger Pieper heuer im Sommer an seine Frau.

Alle zehn Bilder auf meiner Bilderplattform (siehe diesen Link).

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