Vom Pfarrer zum Rektor: Michael Max brach zur nächsten „Raststation“ auf

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Michael Max Neumarkt am Wallersee
Als Geschenk aller marschierenden Vereine erhielt Dr. Max einen Hut.

Salzburg | Flachgau | Neumarkt am Wallersee | Man hätte meinen können, dass der Himmel höchstpersönlich nicht ganz mit dem Weggang des sehr beliebten Stadtpfarrers von Neumarkt am Wallersee, Dr. Michael Max, einverstanden sei. Denn just für den Sonntag seiner Verabschiedung aus der Gemeinde prophezeite der Wetterdienst Regen.

„Aber wegnehmen lassen wir uns ihn eh nicht!“ und doch geschah es

Beim Erntedankfest am Sonntag, den 27. September 2015, wurde Dr. Max in Gegenwart von Erzbischof Dr. Franz Lackner mit dem Ehrenwappen der Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee ausgezeichnet. Damals hoffte Bürgermeister DI Adi Rieger, dass Dr. Max seiner Gemeinde noch lange erhalten bleibt. „Ich schaue dabei auf unseren Herrn Erzbischof“ sagte Rieger und fügte mit fester Stimme hinzu „aber wegnehmen lassen wir uns ihn eh nicht!“.

Nun ja, jetzt wurde er der Gemeinde doch „weggenommen“. Dr. Michael Max übernimmt mit 1. September 2016 als Rektor das Salzburger Bildungshaus St. Virgil. Am Sonntag, den 22. August 2016, zelebrierte Dr. Max seine letzte Messe in Neumarkt, eine Festmesse im Pfarrer-Schwab-Park, zusammen mit dem aus St. Virgil scheidenden Rektor Prälat Dr. Hans Walter Vavrovsky, Andreas und Simon Weyringer sowie zwei Studienkollegen von Simon. „Damit ich nicht ganz so alleine hier oben steh‘‘“ freute sich Pfarrer Dr. Max. Prälat Vavrovsky feierte an diesem Sonntag übrigens seinen Geburtstag.

Michael Max, Hans Walter Vavrovsky
von links: Mutter und Schwester von Kanonikus Dechant und Stadtpfarrer Dr. Michael Max, Dr. Max und Prälat Dr. Hans Walter Vavrovsky

Elf Jahre in Neumarkt am Wallersee

Dr. Michael Max leitete seit 1. September 2005, zunächst als Pfarrprovisor, seit September 2006 dann als Pfarrer die Flachgauer Stadtpfarre Neumarkt. Er war auch Dechant des Dekanats Köstendorf. Außerdem ist er für die Erzdiözese Salzburg als Liturgiereferent tätig, Feuerwehrkurat, Vorstandsmitglied im Priesterrat und geistlicher Assistent der katholischen Frauenbewegung.

Zu seiner Verabschiedung nahmen die Vereine um 9 Uhr beim Ärztezentrum Aufstellung. Zu den Klängen der Trachtenmusikkapelle Neumarkt am Wallersee unter Führung von Florian Lerchner zog der Festzug, an dessen Ende Dr. Max mit seiner Mutter und Schwester sowie Prälat Vavrovsky in einer Kutsche fuhren, durch die Stadt zum Pfarrer-Schwab-Platz.

„Was macht(e) unseren Pfarrer aus?“

Diese Frage stellte im Anschluss an die Messe am Beginn seiner Laudatio der Neumarkter Bürgermeister „außer Dienst“, Dr. Emmerich Riesner, in Vertretung von Bürgermeister DI Adi Rieger, der im Ausland auf Urlaub weilte.

Dr. Emmerich Riesner bei seiner Laudatio

Erstens, so Riesner, dass er ein beliebter Mensch in der Gemeinde ist. Zweitens ist er ein anerkannter Theologe und drittens, dass er als Priester und Seelsorger den Weg zu den Menschen findet. Riesner erinnerte sich, dass schon einen Tag nach der seinerzeitigen Ankunft des Pfarrers in Neumarkt gejammert wurde, dass „wir den eh net lange haben werden“, worauf Riesner „gebetsmühlenartig“ stets meinte, die Gemeinde solle für jedes Jahr, das Dr. Max da sei, dankbar sein.

Riesner ließ Erlebnisse in diesen elf Jahre aufleben, so eine London-Reise mit einer „hochkarätigen Abordnung aus Neumarkt“ anlässlich des 150-Jahr-Jubiläums der Trachtenmusikkapelle, die Fahnenweihe des Löschzuges Sommerholz und andere Feste, die Dr. Max mitgestaltet hatte. Zwei Etappen des Jakobsweges seien Max und er, Riesner, gemeinsam gegangen, wobei der Cognac in Pamplona (Nordspanien) legendären Charakter hat. Auch Italien ist der Herr Pfarrer sehr zugetan, wie Riesner anmerkte: FFF – feiern, fein essen und FIAT.

von rechts: Prof. Franz Paul Enzinger, Dr. Michael Max, Mag. Arch. Johann Weyringer sowie zwei Mitglieder des Pfarrgemeinderates bei der Bildübergabe.

Malerische Geschenke

Riesner bedankte sich bei Max mit einem persönlich gestalteten Bilderalbum, das diese elf Jahre umspannt. Schon zuvor hatte nach Worten des Dankes im Namen des Pfarrgemeinderates Prof. Franz Paul Enzinger Dr. Max ein Bild des Neumarkter Künstlers Johann Weyringer überreicht. Es zeigt das geistliche Zentrum der Stadt Salzburg mit Dom und St.-Peter-Bezirk. Für Heiterkeit sorgte dabei der gleichzeitige Einsatz der Trachtenmusikkapelle zu einem Musikstück und Hans Weyringers Bilderklärungen. „Wenn der Robert [Anm. Robert Eppenschwandtner, Kapellmeister] seinen Stab anhebt muss sogar der Hans schweigen“ meinte anschließend Dr. Max schmunzelnd. Ja, er wird halt seine Schäfchen alle gut kennengelernt haben.

Robert Eppenschwandtner und Vertreter von Vereinen bei der Hut-Übergabe

Anschließend stiegen Robert Eppenschwandtner und Vertreter von Vereinen auf die kleine Festtribüne und übergab im Namen aller marschierenden Vereine Dr. Max einen Hut als Geschenk. Eine Lederhose hatte Dr. Max bereits 2015 anlässlich der Auszeichnung mit dem Ehrenwappen der Stadt Neumarkt am Wallersee erhalten. Im Namen der Stadtgemeinde verabschiedeten Herbert Schwaighofer und Michael Pergmann den Pfarrer – ebenfalls mit einem Bild von Johann Weyringer. Dieses zeigt die Flachgauer Landschaft von Neumarkt aus gesehen.

Im Namen der Stadtgemeinde verabschiedeten Herbert Schwaighofer (links) und Michael Pergmann den Pfarrer – ebenfalls mit einem Bild von Johann Weyringer

Michael Max hatte all die Dankesworte und Erinnerungen mit wechselnden Gesichtsausdrücken aufmerksam verfolgt. Mal schien er sehr nachdenklich zu sein, dann erheiterte ihn wieder etwas und manchmal, so schien es dem Stadtschrei(b)er, sah er in die Wolken als wolle er in die Zukunft schauen. Die elf Jahre in Neumarkt seien eine Raststation auf seinem Lebensweg gewesen, formulierte er anschließend seine Zeit in der Pfarre. Er sei dankbar für alles, was er hier erleben durfte. Ihm folgt hier in der Pfarre mit Pfarrer Dr. Gottfried Laireiter ein „Vollprofi in Sachen Pfarrleben“ wie Max meinte.

Dr. Max bei seinen Dankesworten, im Hintergrund Prälat Dr. Hans Walter Vavrovsky

Zum Abschluss gab es als Agape Brot und Wein und unseren scheidenden Herrn Pfarrer in der Lederhose. Und das Wetter? Bis auf ein paar Regentropfen am Festzugsbeginn blieb es trocken, ja, kurz kam sogar die Sonne zum Vorschein. Der Himmel scheint also schon mit dem Wechsel der Raststation von Max einverstanden zu sein. Der Neumarkter Stadtschrei(b)er wünscht Dr. Michael Max alles Gute an seinem Wirkungsort in Salzburg-Aigen!

Zur Bildergalerie

222 Bilder hat der Stadtschrei(b)er gemacht und diese sind unter diesem Link zu sehen.

 

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