Ehrenring für Franz Paul Enzinger, Stadthistoriker, Kirchenführer und Vespa-Fahrer

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Ehrung Franz Paul Enzinger
von links Vizebürgermeister Jan Schierl (SPÖ), Bürgermeister DI Adi Rieger (ÖVP), Prof. Franz Paul Enzinger, Dr. Emmerich Riesner (Bürgermeister a. D. ÖVP) und Vizebürgermeister Herbert Schwaighofer (ÖVP)

Land Salzburg | Flachgau | Neumarkt am Wallersee Die Festschrift anlässlich der Stadterhebung von Neumarkt am Wallersee im Jahr 2000, 60 Ausgaben „Neumarkter Pfarrnachrichten“, „Streifzug durch Neumarkts Pfarrgeschichte“, „Neumarkt am Wallersee in sechs Jahrhunderten“, Kirchenführer … dem Stadtschrei(b)er krachen schon die Fingergelenke vom Schreiben, dabei ist dies lediglich ein kurzer Auszug dessen, was Professor Franz Paul Enzinger so alles im Laufe seiner 69 Jahre publiziert hat.

Adelheid und Prof. Franz Paul Enzinger
Adelheid und Prof. Franz Paul Enzinger, dahinter ihre beiden Söhne

Einer von der Hagenwaldmühle erhält den Ehrenring der Stadt Neumarkt am Wallersee
Am Mittwoch, den 17. Dezember 2014, verlieh der Bürgermeister der Stadt Neumarkt am Wallersee, DI Adi Rieger, im Rahmen einer öffentlichen Festsitzung der Gemeindevertretung im Matthias-Laireiter-Stadtsaal an Franz Paul Enzinger den Ehrenring der Stadt als Würdigung seiner Verdienste in seiner Heimatstadt. Denn Franz Paul Enzinger ist gebürtiger Neumarkt, wuchs er doch in der romantisch gelegenen Hagenwaldmühle in Sommerholz auf. Oder ist es doch nicht mehr Sommerholz? So jedenfalls rätselte Dr. Emmerich Riesner, Bürgermeister a. D., anfangs seiner
Laudatio. Auch über die Frage, ob der Name „Enzinger“ von „Enzian“ abstamme oder die Wurzeln der Familie gar am Enzingerboden bei Kaprun in den Hohen Tauern lägen. Letzteres könnte man aus einem Bild schließen, das Dr. Riesner zeigte, auf dem die Vespa des Geehrten vor einem Schild „Enzingerboden 6 km“ zu sehen ist. Dass Prof. Franz Paul Enzinger eine gewisse Neigung zum Motorsport hat, zeigt nicht nur das Fahren einer Vespa, sondern auch ein Buch, das er über Rudi Thalhammer, den dreifachen österreichischen Motorrad-Staatsmeister und Geschwindigkeitsrekorde fahrenden Neumarkter, geschrieben hatte.

Dr. Emmerich Riesner (rechts) mit dem ersten Volksschullehrbuch aus Nepal als Geschenk für Prof. Enzinger (Bildmitte)

69 Jahre im Zeitraffer
Fassen wir hier kurz zusammen – alles andere endete in Romanlänge: Volkschule Sighartstein und das damals noch acht Jahre (nicht wegen allfälligem Wiederholen, sondern weil es damals eben acht Jahre waren), Hauptschule Straßwalchen, Volkschullehrer in Irrsdorf bei Straßwalchen und später in Neumarkt am Wallersee, dann Hauptschullehrer in Neumarkt am Wallersee, Leiter der Übungshauptschule der Pädagogischen Akademie in Salzburg, Leiter des Salzburger Bildungswerks in Neumarkt am Wallersee, Mitglied der österreichischen UNESCO-Kommission, Obmann des Museumsvereins Neumarkt am Wallersees, sowie zahlreiche weitere Funktionen in pädagogischen Einrichtungen und in der Pfarre. Ja, der Stadtschrei(b)er hat jetzt sicherlich einiges vergessen! Ah, ja, und er ist offizieller Führer im Salzburger Dom.

Prof. Enzinger bei seinen Dankesworten

„Wie fühlen Sie sich?“ – „Ausgezeichnet“
Ein Journalist fragte einst einen Ausgezeichneten, wie er sich fühle? „Ausgezeichnet“ antwortete dieser und „ausgezeichnet“ fühlte sich Prof. Franz Paul Enzinger mit dem Ehrenring. „Was dem einen der Oskar ist, ist für mich dieser Ehrenring. Er bedeutet mir sehr viel und ich fühle mich durch ihn ausgezeichnet“ erklärte der sichtlich gerührte Professor in seinen Dankesworten. Der Ehrenring ist die zweihöchste Auszeichnung, die die Stadt Neumarkt am Wallersee verleihen kann. Bisher wurde mit dem Ehrenring nur Franz Lindner von der Trachtenmusikkapelle Neumarkt am Wallersee ausgezeichnet, der bei der Ehrung von Professor Enzinger ebenfalls anwesend war.

Noch jemand wurde geehrt
Wie es sich für eine Festsitzung mit einer Ehrung gehört, war auch für musikalische Umrahmung durch die Familienmusik Hatheuer gesorgt. Und Familie Hatheuer hat diese Jahr ein besonders Jubiläum zu feiern. Beim Dorffest in Oberhofen am Irrsee trat die Musikantenfamilie vor genau 20 Jahren, 1994, erstmals öffentlich auf. Bürgermeister DI Adi Rieger überreichte der Familie eine Urkunde, in der dieser Tatbestand festgehalten ist, worüber sich die vier Musikanten, Martha (Gitarre) und Franz Hatheuer (Bassgeige) sowie ihre beiden Söhne Martin (diat. Harmonika) und Christian Hatheuer (Hackbrett), sehr freuten.

Ehrung Hatheuer
von links: Vizebürgermeister Jan Schierl, Martha, Martin, Christian und Franz Hatheuer, Bürgermeister DI Adi Rieger und Vizebürgermeister Herbert Schwaighofer

Änderung der besonderen Ortstaxe
Nach dem Ehrungsakt für Prof. Enzinger gab es eine kurze Pause, in der der Stadtschrei(b)er den Stadtsaal verließ. Denn es ging nun mit Gemeindethemen wie der „Änderung der Festsetzung der besonderen Ortstaxe“ oder mit einer „Teiländerung Flächenwidmungsplan“ weiter. Das sind nun aber nicht die Lieblingsthemen des Stadtschrei(b)ers, der sich noch mit herzlichem Glückwunsch an Professor Franz Paul Enzinger für dieses Mal wieder verabschiedet.

Alle Bilder des Abends siehe diesen Link

und weiter in der Tagesordnung… von links ÖVP-Gemeindevertreter, die letzten beiden rechts SPÖ-Gemeindevertreter, Bildmitte Bürgermeister DI Adi Rieger, rechts von ihm die beiden Vizebürger Herbert Schwaighofer (ÖVP) und Jan Schierl (SPÖ)

 

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