Baumeister, Bürgermeister, Braumeister – Adi Rieger

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Bürgermeister Di Adi Rieger  Neumarkt am Wallersee
Bürgermeister Di Adi Rieger (fast) zum Anfassen für seine Bürger, November 2014

Gut sieben Monate ist es her, dass der bald 47jährige Diplomingenieur Adi Rieger zum neuen Bürgermeister der jungen Stadt Neumarkt am Wallersee im Salzburger Flachgau angelobt wurde. Nun interessierte es den Stadtschrei(b)er einmal den „Mensch“ Adi Rieger näher kennenzulernen. Bewaffnet mit Schreibblock und Kamera klopfte er an die Bürotür des Bürgermeisters im Stadtamt und fand Adi Rieger hinter seinem Schreibtisch, auf dem wohlsortierte Stapel an Arbeiten lagen.

Väterlich amtlich vorbelastet
Der gebürtige Neumarkter, dessen Familie schon lange hier verwurzelt ist, studierte Bauingenieurwesen an der Technischen Universität in Wien. Als frisch gebackener Diplomingenieur zurückgekehrt in seine Heimatstadt, in der sein Vater jahrelang Amtsleiter war, lebte der Kontakt zum damaligen Vize- und späteren Bürgermeister Dr. Emmerich Riesner wieder auf. Denn die beiden hatten bereits im Zuge der Diplomarbeit Riegers über eine Fußgängerbrücke über die B1 im Bereich der Kapelle Maria Heimsuchung – Baulandsicherungsgebiet zwischen Kühberg und Sighartstein miteinander zu tun gehabt. So kam es, dass Rieger sich ab 1997 politisch in der ÖVP engagierte und 1999 zum Gemeindevertreter gewählt wurde. Es war damals die Zeit, wie Adi Rieger erzählte, in der sich die Neumarkter ÖVP neu organisierte. Der Wahlkampf geschah im kleinen Kreis von fünf Personen. 2004 dann Vizebürgermeister und bei der Bürgermeisterwahl 2014 im zweiten Wahlgang zum Bürgermeister gewählt.

Adi Rieger erzählt von seinen Lieblingsorten im Stadtgebiet

Neumarkt am Wallersee ist einfach herrlich
Herr Bürgermeister, was finden Sie persönlich an Neumarkt am Wallersee so lebenswert, stellte der Stadtschrei(b)er die Frage. Und ohne lange nachzudenken antwortete er, es sei das Hinterland der Stadt. Genauer gesagt das weitläufige Stadtgebiet und da wiederum begeistert sich Adi Rieger für Sommerholz und die Jagawiese zwischen Haslach und Kienberg [sprich ‚Keaberg‘] sowie für die Landschaft um den Wallersee. Es ist, mit einem Wort (und doch sind es wieder mehrere), die herrliche Lage im Salzburger Alpenvorland.

Sprengmeister, Baumeister, Bürgermeister, …Braumeister
Adi Rieger ist in der Gemeinde auf- und mit ihr gewachsen, kennt die Neumarkter und ihre Anliegen. Wichtiger als Parteipolitik sind ihm die Nähe zu und das Gespräch mit den Menschen. Er sieht sich als Bürgermeister für alle. Bürgermeister? Bedeutet das Wort nicht, dass er alle Bürger meistern muss, also unter Kontrolle halten, im Zaum halten muss, fragte der Stadtschrei(b)er schelmisch. Adi Rieger lachte und philosophierte: „Eigentlich bin ich ja auch Sprengbefugter, also Sprengmeister…“ und ergänzt „…natürlich auch Baumeister, jetzt Bürgermeister. Was mir noch fehlt ist der Braumeister.“ Ja, das wär‘ noch was. Neumarkt am Wallersee blickt doch auf eine große Brauereien-Vergangenheit zurück. So ein „Neumarkter Bräu“…, ja, das hört sich gut an und könnte auch so schmecken: „Bockbier gebraut von Braumeister Adi Rieger.“

Der Technokrat (links) mit dem Humanisten (rechts) im Bier-Gleichklang im Gastgarten des Karlwirts – Niko der Grieche – bei den Österreichisch-Griechischen Kulturtagen im Juni 2014

Doch zurück zur Person Adi Rieger. Er ist gerne Zuhörer, wenn ihm die Menschen berichten, scheut aber nicht Konflikte und trifft letztendlich auch Entscheidungen. Wichtig ist ihm aber immer die Sache an sich und er sucht stets politische Konsenslösungen. Und er hört sich die Anliegen immer von allen Seiten an.

Auf einen Humanisten folgte ein Technokrat
Ein Beispiel seiner diplomatischen Fähigkeiten gab Adi Rieger auf des Stadtschrei(b)ers Frage, was denn der Unterschied zwischen seinem Vorgänger, Dr. Emmerich Riesner und ihm in der Amtsführung sei. Nun, so meinte Rieger, sein Vorgänger habe als Humanist (er war Lehrer) andere Schwerpunkte gehabt. Er, Adi Rieger, sei Techniker, korrigiert sich auf Technokrat und habe zu vielen Themen einen anderen Zugang. Naturgemäß liegen seine Stärken als Bauingenieur in der Raumordnung und bei Bauvorhaben. Er führte als Beispiel an, dass er erstmals einen detaillierten fünf-Jahres-Budgetplan erstellt hat. Zwar gäbe es schon länger die gesetzliche Pflicht einen solchen zu erstellen, doch habe man früher Projekte, die erst in drei Jahren oder später „spruchreif“ wurden, kostenmäßig nicht so genau geplant. Jetzt aber wurden für alle zukünftigen Projekte belastbare, also tatsächliche Kosten zum heutigen Zeitpunkt erhoben. Auch des Stadtschrei(b)es Lieblingsprojekt, ein neuer Sportplatz abseits von dicht verbautem Wohngebiet, zählt dazu.

Beim Thema Wohnbau liegt Adi Rieger ein „kontrollierter“ Zuzug sehr am Herzen. Unter „kontrolliertem“ Zuzug versteht er die Entwicklung einer mit dem Bevölkerungswachstum angepassten Infrastruktur und Verkehrslösungen. Die Verantwortung sieht Adi Rieger bei den Politikern, die mit der Raumordnung und Vorgaben der Bebauungsdichte Neumarkt am Wallersee in eine gute Zukunft steuern sollen.

ein gut gelaunter Adi Rieger beim Rupertistadtfest 2014

Neue Asylwerber in Neumarkt am Wallersee: Aufreger oder nicht?
Im Haus des Rupert Rieger, einem nur namentlich gleichen Neumarkter, sind seit Anfang Oktober 2014 nun 14 neue Asylwerber untergebracht. Bei einer Informationsveranstaltung am 29. September 2014 gingen ja die Wogen hoch. Ein pensionierter Polizist meinte damals, es werde nun unruhig werden in Neumarkt, das Betteln werde losgehen und wenn die Asylwerber „vorbeigehen, dann weiß man, was los ist, was da gestohlen wird…“ (!)

Die Frage an Adi Rieger: Zogen mit der Ankunft der 14 Asylwerber tatsächlich Angst und Schrecken in die Stadt ein? Mitnichten, antwortete er, bislang gab es keine Beschwerden oder Probleme. Dies führt er auch auf den Einsatz von Neumarkter Institutionen und Bürgern zurück, die die Neuankömmlinge besuchen und Hilfestellung bei Fragen oder Problemen anbieten.

Ein Bürgermeister zum Anfassen mit Blick in die Zukunft
Nun ja, „anfassen“ ganz im wörtlichen Sinn meint jetzt der Stadtschrei(b)er nicht. Wohl aber im Sinne, dass Adi Rieger mittlerweile als Ganztages-Bürgermeister viel Zeit mit Bürgern verbringt, im Amt und direkt vor Ort, bei Veranstaltungen oder einfach auf der Straße. Er sei gerne bei den Menschen, Kontakt und Gespräche mit Bürgern sind ihm wichtig und machen ihm Spaß. Ja, Adi Rieger, sagte „machen ihm Spaß“. Er fühlt sich wohl im Amt als Bürgermeister. Die Aufgaben seien abwechslungsreich und er sei mit vielen Bereichen konfrontiert, die seinen Horizont erweitern.

Sein Motto: Gutes bewahren, Neues gestalten, Probleme gemeinsam bewältigen. Jetzt klopfte es wieder an die Bürotür, des Bürgermeisters Sekretärin meldete den nächsten Besucher an und der Stadtschrei(b)er packte Schreibblock und Kamera ein. Er hatte den Bürgermeister Adi Rieger als Mensch kennengelernt.

Weitere Bilder des Adi Rieger vom Stadtschrei(b)er auf der Bilderseite unter diesem Link.

Bürgermeister Adi Rieger am 12. September 2014 bei der Eröffnung der neuen Wallbachbrücke, links Baumeister Andreas Burger vom Stadtamt, rechts Rupert Lenzenweger („Doppelpunkt“) und Mag. Georg Fink („Flachgauer Nachrichten“)
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