Neumarkt am Wallersee: Der Fußballplatz muss aus dem Wohngebiet!

Gepostet am Aktualisiert am

Fußballplatz Neumarkt am Wallersee
Besucher parken, wo Platz ist, nicht, wo Parkplatz ist

Das Wochenende 18./19. Oktober 2014 könnte das letzte wirklich warme Herbstwochenende gewesen sein. Temperaturen über 20° C Grad, ein bisschen im Garten arbeiten, auf der Terrasse in der Sonne sitzen und – genau das „und“ vergällte dem Stadtschrei(b)er dieses wohl letzte warme Wochenende in seinem Eigenheim.

Der Grund: der Fußballplatz

Die Hintergründe: Bereits am Samstag war ab etwa 12 Uhr reger Pkw-Verkehr zum und vom Fußballplatz. Natürlich wieder viele Fahrer darunter, die weder Wohngebiet, noch Kinderspielplatz, noch Mittagszeit, ganz abgesehen von der 30 km/h Zone, zur Kenntnis nahmen. Es war echt gemütlich! Lärm, Verkehr und Samstagnachmittag.

Am Sonntag, strahlend blauer Himmel,  gab es ab 14 Uhr Musikbeschallung vom Fußballplatz. Weil nämlich um 16 Uhr das Heimspiel gegen Schwaz am Programm stand. Warum aber dann schon ab 14 Uhr Lärm notwendig war, bleibt dem Stadtschrei(b)er ein Rätsel.

Gegen 16 Uhr setzte eine mittlere Völkerwanderung mit Pkw zum Sportplatz ein. In fast jedem Fahrzeug saß nur eine Person und jeder war davon überzeugt, zehn Meter neben dem Eingang zum Sportplatz seinen Parkplatz zu finden. Wer ihn dort nicht fand, besetzte einfach die Bewohnerparkplätze – denn die Einheimischen werden wohl wissen, wo es weiter entfernte Parkplätze gibt. Ja, die gibt es, aber für Fußballspielbesucher. Bei den Schulen. Aber da müssten die arme Kerle fünf Minuten zu Fuß gehen. Und Zeit ist bekanntlich ein versäumtes Tor.

Kinder sieht man an diesem Nachmittag keine – viel zu gefährlich bei so viel Verkehr. Manchen bleibt aber nichts anderes übrig, als sich durch den Verkehr ihren Weg zu bahnen.

Der anreisende Verkehr hielt etwa bis eine halbe Stunde nach Anpfiff an. Dann durften wir alle mitspielen: Out! schallt es zum wiederholten Male vom Platz über mehrere hundert Meter. Und „geh, geh, geh!“ Der Busfahrer des Schwazer Mannschaftsbusses durfte auch zuschauen. Der parkte direkt beim Sportplatz, so wie etwa gefühlte einhundert Pkw. Und alles mitten im Wohngebiet, und am Sonntag, am vielleicht letzten schönen, warmen Sonntag, den viele gerne auf ihrer Terrasse und im Garten verbringen wollten.

Pause. Und immer noch kommen Besucher in Pkw und glauben die einzigen zu sein, die heute direkt vor dem Sportplatz einen Parkplatz haben.

Ja, ja ich weiß, schon, es sind eh nur vielleicht fünfzehn Wochenenden mit Heimspiel, und eh nur von Montag bis Freitag Trainings und im Sommer ein paar Wochen keine Trainings und alle parken bei den Schulen, wo der Parkplatz für die Besucher des Sportplatzes sind, und alle halten sich an die 30 km/h und keiner parkt auf Bewohner-Parkplätze!

Nach diesem Wochenende erneuert der Stadtschrei(b)er seine Forderung: der Sportplatz muss aus dem Wohngebiet weg!

Und er weiß, dass er mit dieser Forderung nicht alleine ist. Aber viele haben halt Angst, es laut zu sagen.

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