Es brannte bei der Dichtlalm, das Sommersonnwendfeuer

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Flachgau | Neumarkt am Wallersee | Neufahrn. Da stand ein Schild an der Straße ins Stadtzentrum von Neumarkt am Wallersee: „Sonnwendfeuer in Neufahrn“. Vielleicht stand ja auch noch mehr auf dieser Ankündigung, jedenfalls im Vorbeifahren konnte man nur Neufahrn lesen. Und Neufahrn ist weitläufig! Also, auf zur Suche des Sonnwendfeuers 2014!

Dichtlalm Neumarkt am Wallersee Flachgau
Das Sonnwendfeuer beginnt zu brennen

Parken verboten – es wird angezeigt!
Wie vermutet fand das Sonnwendfeuer am südöstlichsten Ende des Stadtgemeindegebiets von Neumarkt am Wallersee statt: bei der Dichtlalm. Doch bevor man die Dichtlalm erreichte, sah man etwas unterhalb des Gasthauses Kienberg ein drohendes Schild am Straßenrand: „Parken verboten – es wird angezeigt“. Ehm, es wäre eh‘ eine kleine Wanderung von jenem Standort aus zur Dichtlalm gewesen, daher fuhren auch alle brav weiter.

Auf dem letzten Kilometer zur Dichtlalm verdichtelte, ehm, verdichtete sich der Fußgängerverkehr. Auch aus dem Steinbachtal herauf kamen Wanderer und Albert Lindner, Feuerwehr-Kommandant-Stv. der Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr Neumarkt am Wallersee, erzählte, dass er vom Stadtzentrum herauf gewandert war. An diesem Abend aber ganz privat und nicht in einer Feuerwehrfunktion.

Dichtlalm Sonnwendfeuer Neumarkt am Wallersee

Dichtlalmer Sommersonnwendfeuer ist noch ein echtes Sonnwendfeuer
Da stand man nun auf gut 700 Metern Höhe, blickte nach Westen, hatte den Flachgau unter sich mit dem Wallersee, sah die Lichter von Henndorf am Wallersee leuchten und das eine oder andere Flugzeug im Landeanflug auf den Salzburger Flughafen. Die untergegangene Sonne erhellte gegen 21:30 Uhr immer noch den Horizont und man konnte die Chiemgauer Alpen als Silhouette erkennen. Dann wurde das Sonnwendfeuer entzündet. Es bestand aus Ästen aus dem Wald, schütter aufrichtet, eben ein richtiges Sonnwendfeuer. Anfangs wollte es noch nicht so recht lodern, doch bald schon schossen im Inneren der aufgestapelten Äste meterhohe Flammen in den nunmehr tiefdunkelblauen Nachthimmel. Die Menschen versammelten sich ums Feuer, Kinderaugen leuchteten oder wurden vom Feuer angeleuchtet, das Knistern und Prasseln des Feuers sowie die in den Nachthimmel aufsteigenden Funken waren Melodie und Licht an diesem Sommerabend.

Dichtlgut Sonnwendfeuer Neumarkt am Wallersee Flachgau

„Amazing Grace“ und Würstlbraterei
Auf der Wiese und im angrenzenden Wald sah man Irrlichter, die sich beim Näherkommen als Kopfleuchten oder Taschenlampen spielender Kinder herausstellten. Überhaupt waren der Abend und die Dichtlalm ein Paradies für Kinder, die auch zahlreich mit ihren Eltern hinaufgekommen waren. Alsbald kamen zwei der drei Musikanten, die direkt unter dem Dach der Dichtlalm musizierten, zum Feuer und spielten auf. „Amazing Grace“, übersetzt „erstaunliche Gnade“, wurde zum Knistern des Feuers gespielt. Schließlich schnitzten einige Väter aus Ästen Grillstäbe, steckten Würstl auf deren Spitzen und grillten sie in der Glut des Sonnwendfeuers für ihre Sprösslinge. Einige dieser Sprösslinge hatten sich lange erfolgreich gegen das nach Hause gehen ihrer Eltern gewehrt, gegen 23 Uhr wurden aber auch sie ruhiger und müder. Langsam verließen die Besucher die Dichtlalm, wanderten, mit Stirnleuchten oder Taschenlampen ausgerüstet, den Weg in mondloser Nacht, talwärts. Es war ein schönes Sommersonnenwende-Feuer auf Dichtlalm!

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