Blumentröge ohne Blumen, die Eismänner und eine Vermutung

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Neumarkt am Wallersee Verkehr
am 20. Mai (!) erst aufgestellt und am 27. Mai noch immer blumenlos, wegen den Eismännern…

Den Stadtschrei(b)er beschleicht irgendwie das ungute Gefühl, dass die Verantwortlichen in der Stadtgemeinde die Verkehrsprobleme in manchen Straßen der Stadt doch nicht ganz so ernst nehmen, wie man dem Stadtschrei(b)er glaubhaft machen möchte.

Beispiel 1: Dem Stadtschrei(b)er wurde gesagt, in der Sportplatz- und Wallbachstraße könnten Blumentröge im Winter wegen der Schneeräumung nicht aufgestellt werden. Gut. Die Schneeräumung war im März sicherlich zu Ende. Ja, und wegen der Bepflanzung müssen die Eismänner abgewartet werden und dann können erst die Blumentröge aufgestellt werden. Aha. Aber aufgestellt wurden nach den Eismännern, am 20. Mai 2014, leere Tröge und zumindest bis 27. Mai 2014 blieben sie leer.

Es stellt sich also die Frage, weshalb die leeren Tröge nicht schon Anfang April aufgestellt werden konnten. Ich vermute einmal, dass sich Autofahrer gegen eine zu baldige Aufstellung und baldige Entfernung im Herbst eingesetzt haben.

Beispiel 2:  am Neumarkter Rennhügel – dem ansteigende Teil der Sportplatzstraße –  gibt  es keinerlei geschwindigkeitssenkende Maßnahmen. Der Stadtschrei(b)er hat einmal ein paar Blumentröge auf seinem Bild eingezeichnet, die aber, so sagen Experten, deshalb nicht aufgestellt werden dürfen, weil, käme ein bergabfahrender (Radfahrer) Straßenverkehrsteilnehmer zu Schaden, bei einem Sturz, beispielsweise, weil er zu schnell unterwegs war, hafte die Gemeinde. Nun ja, fast verständlich und doch nicht ganz – er dürfte ja nur 30 km/h fahren. Aber wenn ein Fußgänger, ein Kind, aufgrund von Raserei zu Schaden käme, hafte eben nicht die Gemeinde, sondern der Verursacher. Auch verständlich, aber die rasen trotzdem, getreu dem Motto: ist bisher noch niemand zusammengefahren worden, werd‘ auch ich keinen zusammenfahren.

der Neumarkter Rennhügel präsentiert sich als ideale Beschleunigungsstrecke für Verkehrsteilnehmer, die das Gaspedal als Ausdruck ihrer Stärke sehen – die eingezeichneten Blumentröge (mit oder ohne Blumen) wären sicherlich Tempobremser und es gäbe deutlich weniger Beschleunigungslärm für die Anrainer

Übrigens, als ich dieser Tage wieder einmal mit meiner Fotokamera an der Straße stand und potentielle Schnellfahrer anvisierte, blieb wieder einmal einer gleich stehen. Er hatte nämlich irgendwie das Gefühl, dass er doch nicht 30 km/h langsam war (auch nicht 40 km/h, und auch nicht 50 km/h …). Sie wissen es ganz genau, dass sie zu schnell sind und dass hier auch Menschen wohnen. Nur, sie, die Schnellfahrer wohnen wahrscheinlich ganz ruhig und haben kein Verständnis dafür, dass schnelles Beschleunigen bergauf unverhältnismäßig viel Lärm (und Abgase) erzeugt.

Liebe Stadtgemeinde, bitte Blumentröge ohne Blumen Anfang April aufstellen (nächstes Jahr gibt’s auch keine Bürgermeisterwahl, die da vielleicht wahltaktisch hineinspielen könnte) und bis Ende November stehen lassen (Anfang Oktober hat es wirklich noch nie so geschneit, dass die Schneepflüge fahren mussten…). Und bitte auch endlich den Neumarkter Rennhügel entschärfen – ich schaue gerade hinaus zu meinem Fenster und sehe nur Raser zum und vom  Sportplatz – ich dachte Sportler (Fußballspieler) besäßen Disziplin und hielten Spielregeln ein? Enden diese sportlichen Fairness-Grundsätze am Rasenende?

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