Harry Prünster, Sommerholz, der Wallersee und die Kinder der Volksschule Sighartstein

Gepostet am Aktualisiert am

Frühling mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee
Harry Prünster (rechts) erkundigt sich bei Pfarrer Michael Max nach Radwegen in der Umgebung

„Willkommen im Frühling. Heuer war irgendwie ein komisches Wetter, finden Sie nicht?“ Vogelgezwitscher, bastelnde Kinder, Radfahrer, Windsurfer – Publikumsliebling Harry Prünster und Regisseurin Lisa Braune vom ORF drehten im März 2014 in Neumarkt am Wallersee den Film „Frühling mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee“.

Radelnder Pfarrer und „Lord Simon“
Es war eigentlich ein ganz normaler Montag, der 10. März 2014. Eigentlich, sieht man von den fast zehn Grad Plus, der schneelosen Landschaft und drei Radfahrer am Sommerholz ab. „Was ist denn heute los?“ seufzte Siegfried Trapp, nachdem ihn der Stadtschrei(b)er zwecks Foto zwischen seine Blumen und dem Degn-Film-Aufnahme-Team bugsiert hatte. Los waren zwei Drehtage mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee für einen Frühlingsfilm, der im Auftrag des Tourismusverbandes Neumarkt am Wallersee aufgenommen wurde. Und am ersten Drehtag standen zunächst Aufnahmen in der Gärtnerei Trapp im Drehbuch. Nach Aufnahmen am Gerdas Ponyhof und am Hauptplatz von Neumarkt am Wallersee vor dem Gasthof Gerbl starteten Harry Prünster, Toni Greischberger junior und Pfarrer Michael Max vom Greischbergerhof mit ihren Mountainbikes hinauf nach Sommerholz. Dort lauerte bereits der Stadtschrei(b)er.

Alarm beim heiligen Georg

Frühling mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee
Dreh bei der Filialkirche zum hl. Georg in Sommerholz

Ein ordentliches Lüftchen erwartete die Radfahrer und das Drehteam, als sie beim Zeughaus des Löschzuges der Freiwilligen Feuerwehr Sommerholz hinauf zur Filialkirche zum heiligen Georg radelten. Trotz Sonnenstrahlen war der Stadtschrei(b)er über seinen Anorak recht froh und staunte, als Pfarrer Max mit kurzer Radlhose auftauchte. Aber es war eh‘ nicht kalt, meinte der Stadtschrei(b)er zum Pfarrer, es hat eh‘ neun Grad Plus. Ja, grinste der Herr Pfarrer, aber gefühlte minus zwei Grad!

Frühling mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee
bei der Filialkirche zum hl. Georg in Sommerholz

Bei der Kirche waren dann Interviews vorgesehen. Zunächst saß Pfarrer Max vor der Kamera und aus dem Hintergrund wurden von Harry Prünster die Fragen gestellt. Nachdem die Antworten von Max aufgezeichnet waren, wurde Prünster aufgenommen – nun stellte er nochmals die Fragen. Später werden Fragen und Antworten zusammengeschnitten.

Im Drehbuch stand „…Altar, Kirche, Bild der Kirche …“ das hat Regisseurin Lisa Braune sehr ernst genommen, öffnete die Absperrung zum Altarraum („nicht betreten, Alarm gesichert“) und… der Alarm ging los. Pfarrer Max eilte zum Mesner, um den Schlüssel zum Abstellen des Alarms zu holen und verschwand im Haus. Kaum drinnen, kam bei einer anderen Tür die Bäuerin heraus und eilte zur Kirche. Wieder einige Zeit später erschien wieder der Pfarrer, ohne Mesner. Schnitt. Ehm, wurde ja gar nicht mitgedreht.

Die Kinder vom Brunnkehrer

Frühling mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee
Begrüßung der Kinder beim Brunnkehrer

Nun fuhren alle zur Wiese unterhalb des Brunnkehreres, oberhalb des Landhauses von Ruzicka. Toni Greischberger senior transportierte die Mountainbikes jeweils von einem Drehort zum anderen. Kaum waren die Radl ausgepackt, die Kamera in Position gebracht, erschienen zunächst drei Kinder, dann noch ein Mädl. Alle kamen sie vom Brunnkehrer herunter.

Nun entdeckte der Stadtschrei(b)er eine weitere Eigenschaft der Regisseurin Lisa Braune – sie kann ausgesprochen gut und motivierend mit Kindern umgehen. Sie erklärte kindgerecht, wie sie alle mitmachen können, warum sie nicht in die Kamera schauen sollten und lobte sie, dass sie alles so super machten! Liebe Lisa, diese positive Eigenschaft konnte ich ja noch am nächsten Tag wieder erleben und das hat mir, dem Stadtschrei(b)er sehr gefallen!

Nachdem die Einstellung mit den Kindern zwei Mal gedreht war, packte Toni Greischberger senior die Radln wieder in den Transportwagen ein. „Also bitte noch einmal“ meinte Regisseurin Braune nach Rücksprache mit dem Tontechniker, der aufgrund des starken Windes Bedenken wegen der Tonqualität hatte. „Toni, wer hat gesagt, dass du die Räder einladen sollst?“ grinste Braune. Sagte dies nicht zum letzten Mal an diesem Nachmittag. Toni lud wieder aus. Nicht zum letzten Mal an diesen Nachmittag.


Sommerholz, das Radlerparadies

Es ging nochmals zurück zum Zeughaus des Löschzuges der Freiwilligen Feuerwehr Sommerholz. Dort und etwas unterhalb wurden noch Szenen der Radfahrenden aufgenommen. Zwei-, drei Mal mussten sie vor der Kamera vorbeifahren, bis Regisseurin Lisa zufrieden war. Doch wo war Toni Greischberger senior mit dem Transporter? Nicht mehr da! Ein Schelm, der jetzt denkt, er wollte nicht mehr hören „Toni, wer hat gesagt, dass du die Räder einladen sollst?“, denn von nun ab ging es nur mehr bergab – die Radler und das Team fuhren für weitere Aufnahmen zum Greischbergerhof.

Lord Simon beklagte sich

Frühling mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee
Hilda Greischberger und Harry Prünster im Greischbergerhof

Zunächst kurze Drehpause. Harry las Zeitung. Dann ging es für einen weiteren Dreh in die Küche zu Hilda. Der Kameramann war mit einer leeren, weißen Schüssel nicht ganz glücklich, in Hilda Greischberger dann die fertige, … na, das seht ihr dann im Film, füllen wollte. Schließlich blieb aber die Schüssel dort wo sie war, Harry probte die Übergabe eines Blumenstraußes an Hilda, der Stadtschrei(b)er machte seine letzten Bilder für den heutigen Tag und verließ den Greischbergerhof.

Lord Simon

Im Garten, kaum ein paar Schritte gegangen, erschallte ein herzzerreißendes I-Aaaah – „Lord Simon“, der Zirkusesel, machte mit aller ihm zur Verfügung stehenden Lautstärke auf sich aufmerksam. Aber keine Sorge lieber Lord Simon, auch du wirst noch ins Bild kommen! So soll Toni Greischberger dann gesagt haben, dass Lord Simon ein Zirkusesel sei, er aber immer noch nicht draufgekommen sei, was für eine Zirkusnummer der Lord könne.

Drehtag zwei – ein Sommertag am Wallersee
Wären da nicht die blätterlosen Bäume gewesen, könnte man beim Anblick der Bilder dieses Drehtages meinen, es sei ein Sommertag gewesen. Es war aber der 11. März 2014, noch Winter dem Kalender nach. Gefühlte 20° Grad Celsius in der Sonne, tiefblauer Himmel über dem Wallersee und eine blendende Sonne. Das waren die Ingredienzien für den zweiten und letzten Drehtag. Schon am Vormittag wurde bei Hans Weyringer im Atelier gedreht.

Am Nachmittag stand als erster Drehort die WasserWunderWallersee in der Wallersee-Ostbucht im Drehbuch. Dort warteten schon die Kinder der Klasse 4a der Volksschule Sighartstein mit ihrer Klassenlehrerin Michaela Kreinbucher und Ingrid Weydemann. Sie wurden beim Basteln von Blumen und anschließend bei Objekten der WasserWunderWallersee gefilmt. Schließlich liefen die Kinder zusammen mit Ingrid Weydemann und Harry Prünster zum See, wo sie die Blumen am Wallersee schwimmen ließen – „Frühling mit Harry Prünster am Wallersee“. Ingrid Weydemann und Kinder ließen immer wieder Blumen ins Wasser fallen und wurden dabei gefilmt. Die Wasseroberfläche schillerte in allen Farben während sich die Blumen langsam vom Ufer entfernten.

Auch bei diesen Aufnahmen zeigte Regisseurin Lisa Braune wieder, wie einfühlsam sie mit Kindern umgehen kann. Sie erklärte den Kindern, was sie zu tun haben, teilte sie in Gruppen auf, damit jeder einmal im Bild sein wird und lobte sie immer wieder. Die zusehenden Mütter und die Klassenlehrerin waren begeistert von ihren Kindern, soo brav…!

Sebastian hatte eine tragende Rolle

Frühling mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee
die Windsurfer werden eingewiesen

Letzter Drehort war dann der Hafen und die Wallersee-Alm in der Wallersee Ostbucht. Dort warteten Boote, Surfer und ein „Flascherlzug“. Zu beachten bei den Bilder des Stadtschrei(b)ers ist, dass zu Mittag und auch noch kurz vor den Drehaufnahmen auf diesem Flaschlerzug Bierflaschen einer bekannte Salzburger Brauerei standen. Letztendlich jedoch beim Dreh fuhr der Zug mit Limonadenflaschen. Ja, ja, nur wer zahlt, kommt ins Bild!

Ob aber Sebastian, der Pächter der Wallersee Alm etwas zahlen musste, verriet er dem Stadtschrei(b)er nicht. Wohl aber hatte er eine tragende und schneidende Rolle: zunächst servierte er ein Paar Frankfurter (tragend), dann zerteilte er eine Torte (schneidend). Unterstützt wurde er von seiner Schwester Anny und Erika, einer guten Freundin.

Frühling mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee
Dreh am See

Traumhaft im wahrsten Sinne des Wortes wurde es dann nach 15 Uhr bei den Aufnahmen am Wallersee. Der See glitzerte im Sonnenlicht, Windsurfer und Elektroboote tummelten sich am See und dazwischen ein Boot mit dem Aufnahmeteam. Nur das Sommerlied „Eleni“ von Tol & Tol fehlte noch, um die Urlaubsidylle vollkommen erscheinen zu lassen.

Als letzte Aufnahme wurde dann der Flascherlzug, mit Limonaden, gefilmt. Dann hieß es von Lisa Braune „Drehende!“ Und alle nahmen gemütlich auf der Terrasse der Wallersee Alm Platz. Zwei Tage Film-Atmosphäre in Neumarkt am Wallersee waren vorbei. Es wird spannend am Sonntag, den 23. März: Bürgermeister-Stichwahl und Ausstrahlung des Films „Frühling mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee“ (ORF 2, 16:05 Uhr, Änderung vorbehalten).

Frühling mit Harry Prünster in Neumarkt am Wallersee
Flascherlzug

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