Mobilitätskonzept und Bürgergespräche: SPÖ und ÖVP im Wahlkampf

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Neumarkt Mobilitätskonzept
Neumarkt am Wallersee: Mobilitätskonzept im Bereich Sportplatzstraße

Nein, der Stadtschrei(b)er hat nicht seine Parteiunabhängigkeit aufgegeben oder sich gar zum Politikjournalisten gewandelt. Er folgte schlicht den Einladungen der beiden Ortsparteien SPÖ und ÖVP zu Gesprächsterminen im Jänner 2014 an der Wallbachstraße.

SPÖ will Verkehrsverbesserungen im Schulbezirk und Gartenstraße Der 32-Jährige SPÖ-Bürgermeisterbewerber Jan Schierl hätte ja ein gewisses gutes Omen, stammt er doch aus dem oberösterreichischen Wels und wie bekannt, sind ja auch die früheren Landeshauptleute Gabi Burgstaller (SPÖ) und Franz Schausberger – der allerdings ÖVP – ebenfalls aus Oberösterreich.

Kreisverkehr in der Wallbachstraße
Im Gespräch am 18. Jänner 2014 mit dem Stadtschrei(b)er an der Wallbachstraße ging es naturgemäß um die Geschwindigkeitsräusche in der Wallbachstraße und
Sportplatzstraße. Schierl hatte dabei die Vision, an der Einmündung der Straße aus der Wallbachsiedlung in die Wallbachstraße einen Kreisverkehr im Zuge der Sanierung der Wallbachbrücke in diesem Jahr zu errichten. Quasi als Tempobremse.

Jan Schierl, SPÖ-Bürgermeisterkandidat in Neumarkt am Wallersee
Jan Schierl, SPÖ-Bürgermeisterkandidat in Neumarkt am Wallersee hatte von diesem Mädchen gerade eine Zeichnung geschenkt bekommen

Eine weiteres Anliegen des Stadtschrei(b)ers stieß auf offene Ohren bei den SPÖ-Vertretern, die bei doch ziemlicher Jänner-Kälte sich und die leider wenigen Besucher (da komm‘ ich noch drauf zu sprechen) mit  Glühwein wärmten. Nämlich eine Neuregelung des Verkehrs bei Sportveranstaltungen am Sportplatz und Sperre der Umleitung durch Gartenstraße und Sportplatzstraße bei Veranstaltungen im Stadtzentrum. Die Anrainer werden es ihm danken!

Ein „like“ im Facebook gibt schnell jemand, persönliches Erscheinen und Sudern scheint man jedoch aus dem Weg zu gehen
Ja, das machte den Jan ein wenig traurig: raunzen und sudern tun sie schon recht gerne, in Foren, am Stammtisch und bei Veranstaltungen. Geht es aber darum, den direkten Kontakt zu wählen, wie zum Beispiel bei so einem Bürgergespräch, dann sind’s feig. Jedenfalls kamen nur wenige an diesem Samstagvormittag zum SPÖ-Zelt an der Wallbachstraße.

Rieger Adi, ÖVP, Bürgermeisterkandidat in Neumarkt am Wallersee
Rieger Adi (links), ÖVP, Bürgermeisterkandidat in Neumarkt am Wallersee, bei Bürgergesprächen an der Wallbachstraße

ÖVP hätte ja Verkehrskonzepte, doch wann werden diese umgesetzt?

Am Samstagvormittag, den 24. Jänner 2014, war es zwar nicht mehr ganz so kalt, dafür regnerisch. Der gebürtige Neumarkter Adi Rieger, der 46-Jährige Bürgermeisterkandidat der ÖVP und seine Mannschaft hatten heißen Kaffee und Krapfen mitgebracht. Und einige „für und wider“ was den Verkehr in den beiden Straßen dort anbelangt. Wie Rieger dem Stadtschrei(b)er schilderte, wären viele gegen Verkehrsmaßnahmen, einige wohl dafür, was soll er da jetzt machen? So meinte eine anwesende Pensionistin, alle würden brav hier in der Wallbachstraße fahren und parken und die breiten Straße wäre einfach notwendig für den Verkehr. Wobei, zur Erinnerung, der Stadtschrei(b)er nicht gegen den Verkehr an sich ist, sondern sich an der Raserei und unnötigem Durchzugsverkehr stößt.

5-Jahres-Konzept, Begegnungszone und überhaupt…
Ja, Adi Rieger hat schon recht, wenn er meint, bevor man den Verkehr neu regelt, muss sich die Stadt erst einmal klar werden, „in welche Richtung sie generell geht in den nächsten Jahren und Jahrzehnten“, wo sollen die Geschäfte sein, wo ist Wohngebiet … und wohin kommt der Sportplatz, ergänzte der Stadtschrei(b)er. Alles braucht seine Zeit, meinte Rieger, worauf ein Besucher meinte, dann sei er vielleicht schon tot.

Neue Kreuzung Wallbachstraße – Sportplatzstraße zum Sportplatz
Doch mit der Aussage des ÖVP-Bürgermeisterkandidaten, dass eine Neugestaltung des Kreuzungsbereichs Wallbachstraße – Sportplatzstraße zum Sportplatz, die durch bauliche Maßnahmen den „Start auf den Rennhügel“ (ich komm noch drauf zu sprechen) deutlich Tempo reduzieren wird, erfreute naturgemäß den Stadtschrei(b)er. Denn in diesem Punkt waren sich Adi Rieger und der Stadtschrei(b)er einig: die Straßen müssen baulich so verändert werden (breitere Gehsteige, schmälere Fahrstreifen u.a.), dass es nicht mehr lustig ist, nur zum Spass hin und her zu fahren oder wie Verrückte Gas zu geben, Geschwindigkeitsreduktion soll schon bald hier erfolgen (was ist bitte bald?).

Ja, der Rennhügel, das ist die ansteigenden Sportplatzstraße vom Sportplatz weg. Der Stadtschrei(b)er berichtete schon darüber und wird wieder berichten. Gerade beim Schreiben dieser Zeilen spurtete wieder ein Verrückter mit deutlich mehr als 50 km/h die Straße hinauf – es ist dunkel, die Fahrbahn mit Schneematsch belegt.

Bürgergespräche an der Wallbachstraße: SPÖ – ÖVP – ein Resumée
Mir schien Jan Schierl (SPÖ) offener gegenüber den Verkehrsproblemen in der Stadt Neumarkt am Wallersee. Bei Adi Rieger hatte ich so das Gefühl, dass er eher unter Druck der Verkehrsbefürworter stünde. Sicherlich, die Stadt Neumarkt am Wallersee besteht aus mehr als zwei Straßen und einer Wohnsiedlung. Aber Bürgergespräche an einer bestimmten Straße drehen sich eben nun mal um diese und angrenzende Straßen.

Die Bürgermeisterwahl am 9. März 2014 wird es zeigen,  wem die Bevölkerung das größere Vertrauen entgegenbringt und die danach folgenden Taten werden es ans Licht bringen, ob Neumarkt am Wallersee sein Bestreben fortsetzen will, eine lebenswerte Stadt für ihre Bürger und neue Bürger zu sein, zu bleiben und noch stärker zu werden. Oder ob man gewisse Teile der Stadt mit Wohnungsneubauten zupflastern wird ohne eine vertretbares Verkehrskonzept und die Sorgen der Bewohner ignoriert.

Apropos Verkehrskonzept
Adi Rieger ließ den Stadtschrei(b)er aufhorchen: seiner Meinung nach gäbe es nämlich keine offizielle Umleitung bei Veranstaltungen durch den Schulbezirk, über die Gartenstraße und durch die Sportplatz- und Wallbachstraße in Richtung Köstendorf – Steindorf. Alle Verkehrsteilnehmer müssten bei der Stadteinfahrt parken oder umdrehen. Die „Schleichwege“ sei nur wenigen Einheimischen bekannt und würden nur notfalls benutzt werden. Ich klärte ihn auf, dass er im Irrtum sei, denn, wie dieses Bild belegt, stand beispielsweise beim Rupertistadtfest ganz klar zu erkennen ein Umleitungsschild in den Schulbezirk und weiter in die Gartenstraße. Der Stadtschrei(b)er beobachtet halt‘ alles ganz genau.

Umleitung durch Schulbezirk und Gartenstraße beim Rupertifest Neumarkt
Umleitung durch Schulbezirk und Gartenstraße beim Rupertifest Neumarkt von der Hauptstraße ab
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