Der Neumarkter Rennhügel 2013

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Wie bei allen Geburten gibt es auch bei dieser eine Zeit der Schwangerschaft. Diese sei hier kurz zusammengefasst:

Als der Stadtschrei(b)er im Februar 2012 den Standort seines zukünftigen Zuhauses an der Sportplatzstraße entdeckte, nahm er Sportplatz und normalen Straßenverkehr in einer Wohngegend wahr. Er fuhr fleißig zum wachsenden Zuhause, beobachtete den Verkehr, erforschte langsam Stadt und Umgebung und bemerkte nichts Ungewöhnliches.

Eingezogen im Dezember 2012, ließen Schnee und Eis die Normalität normal bleiben. Doch dann kam der März! Der Verkehr der Straße, an der der Stadtschrei(b)er sein Wohnzimmer hat, schien sich durch dieses hindurch zu bewegen, nicht elf Personen agieren bei einem Fußballspiel, sondern 100 Autos, nicht Steigung, nicht Kinderspielplatz, nicht 30 km/h-Zone, nicht Wohngegend scheinen Grund für Autofahrer zu sein, halbwegs normal zu fahren. Geschwindigkeitsräusche schienen häufiger als Alkoholräusche. Und dann, mit einem Mal erstarrt das Viertel in unglaublich angenehm-normale Ruhe.

Der Stadtschrei(b)er hat mit einem amtlich geeichten Messband eines ehemaligen gerichtlich beeideten Kfz-Sachverständigen eine Messstrecke am Rennhügel von Neumarkt am Wallersee ausgemessen. Jetzt weiß er, dass auf diesem Straßenabschnitt der Sportplatzstraße locker Geschwindigkeiten bis 100 km/h erreicht werden!

Die Freude zum Überschäumen brachten die Verkehrsumleitungen bei Veranstaltungen im Stadtzentrum. Nein, nicht über die Stadtumfahrung, die niemand wollte und die niemand will (wie ich im Stadtamt erfahren habe), nein, der Verkehr wird in ein einspuriges Gassl mitten durch Wohngebiet umgeleitet!

Es folgten Gespräche mit der Stadtmittrigkeit (die Obrigkeit war davon informiert), es wurden Zählungen gemacht, na sagen wir, ein wenig löchrige. Und jetzt steht im Frühjahr 2014 die Bürgermeisterwahl an.

Des Stadtschrei(b)ers Ohren lauschen!

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Ein Kommentar zu „Der Neumarkter Rennhügel 2013

    Der Stadtschrei(b)er sagte:
    14. Februar 2014 um 8:24

    Valentinstag ist “Renntag” am “Rennhügel”; in der Nacht auf den Valentinstag hat es leicht geschneit, die Sportplatzstraße bergwärts ist leicht vereist; seit 6 Uhr in der Früh “brettertn” zahlreiche Autofahrer mit deutlich mehr als 30 km/h (erlaubt), ja deutlich mehr als 50 km/h die Straße hinauf. Die Beschleunigungsgeräusche der kalten Motoren mit den knirschenden Eisbelagsgeräuschen hob den Stadtschrei(b)er bereits um 06:30 Uhr aus dem Bett. Und das bei geschlossenem Fenster.

    Die Raserei hält aktuell (08:40 Uhr) bei der Mehrheit der Fahrer an – Freunde, ihr habt den ganzen Tag Zeit, Rosen für Eure Dulzinea zu kaufen, also bitte lasst Euch Zeit beim Fahren – die Anrainer werden es Euch danken!

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